Finanzierung

Der Kauf und die Instandhaltung eines Altbaus in der Freiburger Innenstadt bringen hohe Kosten mit sich. Diese belaufen sich inklusive notwendiger Sanierungsmaßnahmen in unserem Fall auf ca. 1.1 Millionen Euro. Die Finanzierung dieser Summe basiert zum einen auf Bankkrediten, die bis zu 2/3 der notwendigen Summe einbringen und zum anderen auf Direktkrediten (mindestens 1/3).

Direktkredite

Direktkredite sind Geldbeträge, die dem Projekt – ohne Umwege über eine Bank – zu einem Zinssatz von bis zu 1,5% von zumeist Privatpersonen geliehen werden. Über die Mieteinnahmen der Bewohner_innen des Projektgebäudes werden neben den Hausbetriebskosten auch die Finanzierungskosten (Zinsen) gezahlt und die Kredite getilgt.

Da unser Hausprojekt Stühlinger27 mit den Direktkrediten steht und fällt, rufen wir alle Personen, die unser Anliegen unterstützen wollen und können, dazu auf, Ersparnisse bei der Hausbesitz-GmbH oder dem Hausverein anzulegen.

Welche Risiken gibt es?

Direktkredite sind Nachrangdarlehen, was gesetzlich festlegt, dass für den Fall eines ökonomischen Engpasses des Projekts Direktkredite nicht sofort zurückgezahlt werden können, wenn dadurch das Projekt zahlungsunfähig würde. Im Falle einer Insolvenz werden die Direktkredite nur nachrangig bedient (siehe Rangrücktrittklausel), d.h. zuerst werden alle anderen Gläubiger_innen ausbezahlt.

In unserem Finanzierungsplan, mit dem Zugang zu Wissen und Erfahrung des Mietshäuser-Syndikats und aufgrund der Lage des Freiburger Immobilienmarktes nutzen wir in unserer Planung finanzielle Spielräume, die genannte Risiken gering halten.

Regelung des Vermögensanlagegesetz

Seit dem 01.01.2016 gilt für Projekte wie unserem das neue Vermögensanlagengesetz. Die Annahme von Direktkrediten (Nachrangdarlehen) unterliegt den Regelungen des Vermögensanlagegesetz. Danach bietet sowohl die Hausbesitz-GmbH als auch der Hausverein mehrere Vermögensanlagen an, die sich durch verschiedene Zinssätze unterscheiden. Im Rahmen einer einzelnen Vermögensanlage werden innerhalb von 12 Monaten nicht mehr als insgesamt 100.000 Euro angenommen. Es besteht dann keine Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagengesetz („Bagatellgrenze“).